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07.07.2018
Bayern, Stadtrat Nürnberg

Lesezeit: etwa 1 Minute

BIA gegen Fahrpreiserhöhungen

BIA gegen Fahrpreiserhöhungen!

In der Stadtratssitzung am 4.7.18 wurden die Fahrpreise der VAG erneut durch Ratsbeschluss mit Wirkung  zum 1.1. 2019 erhöht. Es bleibt damit bei der jährlichen Tarifanhebung.

Wie auch in den Jahren zuvor, haben sich die beiden Stadträte der BIA, Fridrich Luft und Ralf Ollert, entschieden gegen diese Tariferhöhung ausgesprochen und einen eigenen Antrag in die Sitzung eingebracht, der dann abgelehnt wurde.

Wir haben gefordert:

1. Die geplante Erhöhung der VAG-Fahrpreise zum 1. Januar 2019 wird ausgesetzt.

2. Es wird von der VAG/VGN in Zusammenarbeit mit den politischen Gremien ein Konzept erarbeitet und vorgelegt, wie ein Ausstieg aus den regelmäßigen Tariferhöhungen umgesetzt werden kann. Dabei muss die Attraktivität des ÖPNV weiter gesteigert werden.

Begründung:

Seit dem Jahr 2000 werden die Fahrpreise gemäß den sogenannten "Atzensberger Beschlüssen" im jährlichen Automatismus erhöht, gemäß dem Warenkorbindex. Damit nicht genug wurden immer wieder Zuschläge darauf gepackt und die Einführung des Nürnberger "Stadttarifes" vor einigen Jahren hat dann weiter zu einer wesentlichen Steigerung der Fahrpreise geführt. So erhöhte sich beispielsweise die Einzelfahrt in nur 5 Jahren um 43 Prozent und die einst so hoch gelobte Mobicard um rund 30 Prozent. Das sind Erhöhungen, die in keinem Verhältnis zur Einkommensentwicklung der Bürger stehen.

Die BIA hat sich immer gegen den jährlichen Rhythmus von Tariferhöhungen ausgesprochen.

Wir halten, wie bereits in den letzten Jahren hier im Rat von uns vorgetragen, eine "Denkpause" bei den Fahrpreisanhebungen für nötig, um sich Gedanken darüber zu machen, wie man aus der Preisspirale der ständigen Erhöhungen heraus kommen kann. Für automatisierte Preisanhebungen ohne Obergrenze haben die Bürger mit Recht keinerlei Verständnis mehr.

Wir halten eine "Preisbremse" jetzt für unbedingt notwendig, weil die diejenigen, die auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, nicht immer mehr belastet werden dürfen. Darüber hinaus muss es das unbedingte Ziel sein, zusätzliche Nutzer für den ÖPNV zu gewinnen.

So kann es mit der ständigen Verteuerung des öffentlichen Nahverkehrs nicht weitergehen!


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