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30.12.2009
Sachsen, Stadtrat Leipzig

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Leipzig Entlassung Wasserwerke

„Schluß mit lustig“ – Jungs OB-Stuhl wackelt

Ein überhasteter Weihnachtsbrief des Leipziger Oberbürgermeisters / NPD: „Voll daneben!“

Ein vergiftetes Weihnachtsgeschenk – so läßt sich der Brief interpretieren, den der Leipziger Oberbürgermeister Burghardt Jung seinen Stadträten ausgerechnet am 24. Dezember zustellen ließ.Der OB teilt darin mit, daß die beiden Geschäftsführer der kommunalen Leipziger Wasserwerke, Andreas Schirmer und Klaus Heininger, mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben entbunden worden seien.

Hintergrund ist, daß sich die beiden Geschäftsführer offenbar im Cross Border Leasing-Geschäft kräftig verzockt haben, weshalb Leipzig nun ein beträchtlicher Verlust droht – hinter vorgehaltener Hand ist die Rede von zweistelligen Millionenbeträgen. Dabei sollen der Vorstand, der Aufsichtsrat und – wie üblich in solchen Fällen - auch der Stadtrat übergangen worden sein. Außerdem wird den beiden Amtsenthobenen private Vorteilsnahme nachgesagt – Heininger steht deshalb bereits unter Anklage.

Kenner der Leipziger Rathausszene deuten das überstürzte Absetzmanöver des OB als Hinweis auf den Ernst der Situation und gehen davon aus, daß Jung jetzt um sein Amt fürchten muß. Die Frage, die nun in Leipzig die Gemüter erhitzt, ist, warum sich Jung Informationen, die ihm angeblich vorenthalten wurden, nicht beschafft hat und so seine Kontrollpflicht vernachlässigt hat. Eine Erklärung dafür findet sich möglicherweise darin, daß sich der OB – wie eine Anhörung im Sächsischen Landtag zutageförderte – während seiner Amtsstunden lieber auch einmal mit Formationen des gewaltbereiten linken „Widerstands“ zu „Beratungen“ in seinen Diensträumen trifft, anstatt sich seinen Obliegenheiten als Oberbürgermeister zu widmen.

Auch die beiden NPD-Stadträte Klaus Ufer und Rudi Gerhardt fanden den Jung-Brief mit dem brisanten Inhalt am 24. Dezember in ihrem Posteingang. Ufer erklärte dazu in einer ersten Stellungnahme:

„Jetzt ist Schluß mit lustig – vor allem aber mit jeder Mauschelei hinter den Kulissen. OB Jung wird sich daran gewöhnen müssen, daß sein Umgang mit dem Geld der Leipziger Steuerzahler inzwischen auch von der NPD kontrolliert wird, und die ist bekanntermaßen nicht käuflich. Die nationale Opposition im Leipziger Rathaus wird dafür sorgen, daß Jungs Vertuschungsmanöver die angemessene Öffentlichkeit finden werden.“

Jungs „vollmundige Ankündigung“, sich 2012 wieder zur OB-Wahl stellen zu wollen, ist nach Ufers Auffassung „voll daneben – Herr Jung, Sie können froh sein, wenn Sie die laufende Legislaturperiode mit einem blauen Auge überstehen!“

Hartmut Krien KPV Vorsitzender

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