kpv-npd.de

30.03.2009
Sachsen, Stadtrat Dresden

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Seltsame Allianzen

SED-Altlast Anita Köhler Seit an Seit mit der „Gruppe der 20“ im „Bürgerbündnis“ und SPD Abweichlern.
Die Dresdner Stadträtin Antia Köhler will es noch einmal wissen. Seit 2004 sitzt sie für die „Volkssolidarität“ im Kommunalparlament der Landeshauptstadt. Bereits nach rund anderthalb Jahren ging ihr der einstige Mitstreiter Werner Klawun verloren, mit dem sie ursprünglich in den Stadtrat eingezogen war. Klawun wollte die undemokratischen Machenschaften in der sogenannten „Bürgerfraktion“, der sich beide zunächst angeschlossen hatten, nicht länger mitmachen, begehrte auf und wurde prompt ausgeschlossen. Er fand kurze Zeit später den Weg zum Nationalen Bündnis.

Frau Köhler hat das nicht gestört. Sie kennt solche Machenschaften von früher, denn sie war zu DDR-Zeiten nicht nur einfaches SED-Mitglied, wie manch anderer auch. Nein, Genossin Köhler arbeitete 5 Jahre lang in einer SED-Stadtbezirksleitung.
Diese Vergangenheit –für die Frau Köhler noch im Jahr 2000 einen Ehrenpreis erhielt-
http://www.htwm.de/sa-arc/archiv/ch_2000/P_2000/cg_weitzel_preis2000.htm
blendet sie bei ihrer Vorstellung im Internet vollständig aus.
Nach 1990 wurde sie dann für die „Volkssolidarität“ aktiv. Diese frühere DDR-Organisation bildete fortan Anita Köhlers politische Basis. Im Mai 1990 zog die „Volkssolidarität“ in die damalige Dresdner Stadtverordnetenversammlung ein. Diese Wahl war damals keinesfalls so demokratisch, wie sie heute gern dargestellt wird. Vielmehr verbot die bereits in Auflösung befindliche DDR-Volkskammer allen Parteien der nationalen Opposition (wie z.B. Republikaner, DVU und NPD) per Gesetz den Wahlantritt, während DDR-Überbleibsel wie zum Beispiel auch die „Volkssolidarität“ ohne Unterstützungsunterschriften ins Parlament einziehen durften und bis heute dort verharren.
Doch nun bekommt Frau Köhler die hohen Hürden der selbsternannten Demokraten selbst zu spüren. Weil sich Werner Klawun im Laufe der Legislaturperiode – wie erwähnt – von der „Volkssolidarität“ ab- und der nationalen Opposition zugewandte, steht die Stadträtin nach 20 Jahren bequemer „demokratischer Hängematte“ plötzlich vor der Notwendigkeit, einmal selbst Unterschriften sammeln zu müssen – auf dem Rathaus wohlgemerkt. Und prompt beklagt sie das, was sie jahrelang genutzt hat, um sich beim Kampf um die Stadtratssitze die Konkurrenz vom Hals zu halten, plötzlich als „undemokratisch“.


Da ihr offenbar klar war, daß man 20 Jahre nach der „Wende“ nicht mehr nur auf das Klientel der „SED-Rentner“ setzen kann, die meist eines von ihren drei Kreuzen bei der „Volkssolidarität“ machten, sah sich Anita Köhler nach neuen Verbündeten um. Doch viele winkten ab, zuletzt der einstige Dresdner SPD-Vorturner Albrecht Leonhardt. Ein paar Verbündete hat die volkssolidarische Stadträtin trotzdem gefunden. Aber es wirkt schon etwas verkrampft und eigenwillig, mit wem Frau Köhler eine Allianz geschlossen hat, um ihre Unterstützungs-Unterschriften zusammen zu bekommen. So holte sich die einstige SED-Aktivistin u.a. Klaus-Dieter Scholz mit ins Boot, der 1989 zur „Gruppe der 20“ gehörte und später einige Jahre die „Freien Wähler“ im Stadtrat vertrat. Daneben finden sich im „Bürgerbündnis“ noch eine ganze Reihe von Damen und Herren, die wie Frau Köhler selbst, bereits fortgeschrittenen Alters sind auch der aus der SPD ausgetretene Stadtrat Liebold.


Von ihrem Profil her kann man Anita Köhler wohl politisch zwischen ihrem Duzfreund SPD-Fraktionschef Lames und der extremen Linken einordnen. Da der Wähler aber bekanntlich das Original vorzieht, wird es, selbst wenn es Frau Köhler mit ihrer Rentnertruppe auf den  Wahlzettel schaffen sollte, eher zweifelhaft bleiben, ob sich jemand an dieser Stelle politisch etablieren kann. Wir wünschen jedenfalls viel Spaß beim Sammeln.

Neuen Kommentar schreiben

Bitte keine Beleidigungen oder strafrechtlich Relevantes, sonst werden Ihre Daten an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet.
54.237.183.249
Bitte akzeptieren Sie Cookies.
Bitte geben Sie die Zahlen aus dem Bild ein (Spamschutz).
Bitte geben Sie Ihren Namen ein! Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse ein. __KEINE_GUELTIGE_EMAIL__ Bitte Kommentar eingeben Bitte geben Sie die angezeigte Zahlenfolge ein. Bitte lesen und bestätigen Sie unsere Datenschutzerklärung.
» Zur Hauptseite wechseln

Bildschirmauflösung:  X  px Pixeldichte: